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Merkel auf "Bildungsreise" in Lüneburg: Ein Tal der Ahnungslosigkeit

Im Rahmen ihrer „Bildungsreise“ durch verschiedene Bundesländer und Universitäten im Vorlauf zum so genannten Bildungsgipfel von Bund und Ländern machte Bundeskanzlerin Merkel auch in Niedersachsen, genauer in Lüneburg Station. Dort stand unter anderem eine kurze Diskussion mit VertreterInnen der Landesastenkonferenz und der verfassten Studierendenschaft in Lüneburg auf dem Programm. Im Verlauf dieses Gesprächs zeigte sich Frau Merkel ziemlich uninformiert („Hochschulrahmengesetz, haben wir das nicht abgeschafft?“) gab ein paar Anekdoten wie zum Beispiel zur Sportpflicht in der DDR von sich und setzte dem ganzen die Krone auf, indem sie StudentInnen für unfähig zur Mitbestimmung an ihren Hochschulen erklärte, da sie ja die Entwicklungsprozesse nicht durchschauen könnten und in ihrer Persönlichkeitsentwicklung noch nicht so weit wären.

Quelle: asta lüneburg

Studie zeigt: Studiengebühren schrecken Studierwillige ab

Eine Studie des Hochschulinformationsystems (HIS), die vom Bundesforschungsministerium in Auftrag gegeben wurde, beweist, daß eine hohe Zahl an AbiturientInnen durch die Studiengebühren von der aufnahme eines Studiums abgeschreckt wurden. Schon die Debatten über Studiengebühren habe unter Abiturienten und jungen Menschen mit Fachhochschulreife zu erheblicher Verunsicherung geführt, heißt es in der Studie. Die Abschreckung wirke sogar auf AbiturientInnen in Ländern, die keine Gebühren haben. Um nicht auf dem anstehenden „Bildungsgipfel“ von Bund und Ländern dumm da zu stehen wurde das Papier von der Bundesbildungsministerin Anette Schavan zurückgehalten.

Quelle:http://www.taz.de/1/zukunft/wissen/artikel/1/studiengebuehren-schrecken-schueler/

Österreich hat Studiengebühren abgeschafft

Das Österreichische Parlament hat auf seiner Sitzung am 25.9. einen wichtigen Schritt in Richtung gebührenfreies Studium gemacht und die Studiengebühren für Studierende innerhalb der Regelstudienzeit plus zwei Toleranzsemester abgeschafft.

Zahlen müssen lediglich diejenigen, die über der Regelstudienzeit plus zwei Toleranzsemester sind und gleichzeitig weder einer wenigstens geringfügigen Beschäftigung nachgehen noch die Verpflichtung zur Kinderbetreuung haben oder im Krankheitsfall, sowie momentan noch Studierende an den Fachhochschulen.

Das ABS kritisiert jedoch, dass auch Ausländer-Innen aus Drittstaaten immer noch Gebühren in Höhe von 363,36 Euro zahlen müssen. Dies entspricht zwar nur noch der Hälfte der Gebühren die sie bisher entrichten mussten, stellt jedoch eine gravierende Ungleichbehandlung gegenüber ihrer Komiliton_Innen aus EU-Staaten dar. Ebenfalls zu kritisieren ist die Tatsache, dass FH-Studierende noch nicht befreit sind.

„Auch Studierende der Fachhochschulen müssen die Möglickeit auf ein gebührenfreies Studium bekommen. Dies muss nach den Neuwahlen unverzüglich geschehen“, erklärt Jessica Castro Merino, Sprecherin des Aktionsbündnis gegen Studiengebühren (ABS) und fordert: „Auch die deutsche Bundesregierung und die einzelnen Landesregierungen müssen endlich einsehen, wie wichtig es ist, die Bildungsbarriere Studiengebühren abzubauen, um so jeder und jedem ein Studium unabhängig vom Geldbeutel zu ermöglichen.“

Quelle: ABS

Hessen rockt!!!

In Hessen wurde am 3.6. mit der Mehrheit von SPD, Grüne, Linke ein Gesetz verabschiedet, dass die Studiengebühren wieder zurücknimmt! Hoffen wir, dass diesem guten Vorbild weitere Länder folgen werden.

· 2008-10-03 11h32 · Hardo Schencke · 0 Linkbacks